Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bedeutet: Ihr Kiefer arbeitet nicht richtig mit Ihren Muskeln und Gelenken zusammen. Die Folge: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, Rückenprobleme – oft ohne erkennbare Ursache.
Mit einer Funktionsanalyse finden wir heraus, ob Ihr Kiefer dahintersteckt – bevor die Beschwerden chronisch werden.
Haben Sie unerklärliche Beschwerden? Vereinbaren Sie Ihren Termin zur Funktionsanalyse in Freital:
Was ist eine Funktionsanalyse und wann setzt der Zahnarzt diese ein?
Stellen Sie sich vor: Sie beißen kräftig zu. Dabei entsteht eine Kraft von bis zu 80 Kilogramm. Ihre Kiefergelenke bewegen sich synchron, eine Vielzahl an Muskeln arbeitet zusammen, Ihre Zähne beißen perfekt aufeinander. Ein perfekt abgestimmtes System.
Wenn auch nur ein Teil davon aus dem Takt gerät, verteilt sich diese Kraft falsch. Sie spüren es: oft nicht im Kiefer, sondern im Nacken, im Kopf oder im Rücken.
Genau hier setzt die Funktionsanalyse an:
Anders als bei einer normalen Untersuchung schauen wir nicht auf einzelne Zähne – wir betrachten das Zusammenspiel. Wir untersuchen:
- Arbeiten Ihre Kiefergelenke gleichmäßig?
- Sind Ihre Muskeln verspannt?
- Treffen Ihre Zähne richtig aufeinander?
- Gibt es Blockaden in Nacken, Wirbelsäule oder Hüfte?
Denn Ihr Kiefer hängt mit Ihrem ganzen Körper zusammen. Eine Störung an einer Stelle kann Beschwerden an einer ganz anderen auslösen.
Warum kann Ihr Kiefer Kopfschmerzen auslösen?
Ihr Körper ist ein vernetztes System. Muskeln, Faszien und Nerven arbeiten in Ketten zusammen – vom Kopf bis zur Hüfte. Wenn Ihr Kiefer nicht richtig arbeitet, zieht sich diese Störung durch Ihren ganzen Körper.
Aber auch umgekehrt: Eine Fehlstellung in der Hüfte kann über die Wirbelsäule bis in Ihren Kiefer wandern. Deshalb untersuchen wir nicht nur Ihren Mund: Wir schauen auf Ihren ganzen Körper.
Die Funktionsanalyse bei CMD
CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion – ein sperriges Wort für ein einfaches Problem: Ihr Kiefer, Ihre Muskeln und Ihre Gelenke arbeiten nicht mehr richtig zusammen.
Typische Anzeichen für CMD:
- Ihr Kiefer knackt oder knirscht beim Öffnen.
- Sie können Ihren Mund nicht mehr vollständig öffnen.
- Ihre Kiefergelenke schmerzen, besonders morgens.
- Sie wachen mit Kopfschmerzen auf.
- Ihre Zähne sind abgeschliffen oder empfindlich.
Unser Ziel: Wir finden heraus, warum Ihr Kiefer aus dem Takt gerät, und stoppen das Problem, bevor weitere Schäden entstehen.
CMD oder Bruxismus? Viele Menschen pressen oder knirschen nachts unbewusst mit den Zähnen – in der Medizin nennen wir das Bruxismus. Die Folge: Ihre Zähne nutzen sich ab, Ihre Kaumuskeln verspannen sich, Ihre Kiefergelenke werden überlastet. Wichtig: Bruxismus kann ein Symptom von CMD sein, muss es aber nicht. Mit einer Funktionsanalyse finden wir heraus, was die Ursache Ihrer Beschwerden ist.
Die Funktionsanalyse bei Zahnersatz
Stellen Sie sich vor: Sie bekommen eine neue Krone. Sie sieht perfekt aus, passt farblich zu Ihren anderen Zähnen – aber sie sitzt einen Zehntel-Millimeter zu hoch. Einen einzigen Zehntel-Millimeter.
Was passiert? Jedes Mal, wenn Sie zubeißen, trifft diese Krone zuerst auf. Ihr Unterkiefer weicht aus. Ihre Muskeln gleichen die Fehlstellung aus. Mit der Zeit verspannen sie sich. Die Folge: Kopfschmerzen, Nackenverspannungen, im schlimmsten Fall Kiefergelenksprobleme.
Deshalb prüfen wir bei Bedarf Ihre Bisslage – zum Beispiel:
- Bei abgeschliffenen Zähnen: Damit wir die Ursache finden, bevor weitere Zähne Schaden nehmen.
- Vor umfangreichem Zahnersatz: Damit Kronen, Brücken oder Implantate zu Ihrer individuellen Bisslage passen und nicht überlastet werden.
- Bei Beschwerden nach einer Versorgung: Damit wir Verspannungen frühzeitig erkennen und korrigieren.
So vermeiden wir langwierige Beschwerden und aufwendige Korrekturen.
„Ob Zahnersatz, Zahnkorrektur oder CMD-Therapie – ich schaue immer auf den ganzen Menschen, nicht nur auf einzelne Zähne. Denn Ihr Kiefer ist mit Ihrem ganzen Körper verbunden. Dabei geht es nicht um eine starre Idealposition, sondern darum, was für Sie individuell funktioniert.“
Auf einen Blick: Häufige Fragen zur Funktionsanalyse
Was kostet die Funktionsanalyse?
Die Kosten hängen vom Umfang der Untersuchung ab. Nach der ersten Untersuchung erstellen wir Ihnen einen transparenten Kostenplan. So wissen Sie vorher, was auf Sie zukommt.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Funktionsanalyse ist eine private Leistung. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten in der Regel nicht.
Aber: Viele private Zusatzversicherungen zahlen einen Teil oder die gesamte Untersuchung – besonders, wenn eine CMD-Diagnose vorliegt.
Wie lange dauert die Untersuchung?
Planen Sie etwa 45 bis 60 Minuten dafür ein. Wir nehmen uns Zeit für Sie: für das Gespräch, die manuelle Untersuchung und den Therapieplan.
Benötige ich eine Überweisung für eine Funktionsanalyse?
Nein. Sie können direkt einen Termin bei uns vereinbaren – auch ohne Überweisung von Ihrem Hausarzt oder einem anderen Facharzt.
Kann man Funktionsstörungen auch ohne Schmerzen haben?
Ja, absolut. Viele Funktionsstörungen entwickeln sich schleichend. Ihr Körper gleicht sie lange Zeit aus – bis er es nicht mehr kann. Dann kommen die Beschwerden.
Frühzeichen, die oft übersehen werden:
- Ihr Kiefer knackt beim Kauen (tut aber nicht weh).
- Ihre Zähne sind abgeschliffen.
- Sie wachen morgens mit verspanntem Kiefer auf.
- Sie beißen sich häufig auf die Wange oder Zunge.
Deshalb empfehlen wir: Kommen Sie regelmäßig zur Zahnprophylaxe. Hier untersuchen wir immer auch Kiefer und Zähne auf Unregelmäßigkeiten. Wenn wir die Störung früh erkennen, können wir eingreifen, bevor Schmerzen entstehen.
Haben Sie offene Fragen oder möchten Sie eine Funktionsanalyse durchführen lassen? Vereinbaren Sie direkt Ihren persönlichen Beratungstermin:
Wie laufen die Funktionsanalyse und die Therapie ab?
Schritt 1: Anamnese
Bevor wir untersuchen, reden wir. Welche Beschwerden haben Sie? Seit wann? Gab es einen Auslöser? Oft stecken die entscheidenden Hinweise in Ihrer Geschichte.
Schritt 2: Manuelle Untersuchung
Zahnarzt Lars Stürze tastet Ihre Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Ihren Nacken ab. Er prüft: Öffnen sich Ihre Kiefergelenke gleichmäßig? Sind Muskeln verspannt? Gibt es Blockaden in der Wirbelsäule oder in der Hüfte?
Schritt 3: Individuelle Therapie
Nach der Analyse entwickeln wir Ihren Therapieplan:
- Schienentherapie: Eine Aufbissschiene entlastet Ihre Kiefergelenke und entspannt Ihre Muskeln.
- Bisslage korrigieren: durch präzisen Zahnersatz, Schleifen oder neue Füllungen.
- Interdisziplinär: Zusammenarbeit mit Physiotherapie Susan Mieth und Logopädie Sabine Jung.
Machen Sie den nächsten Schritt: Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin zur Funktionsanalyse in Freital. Wir nehmen uns Zeit, beantworten alle Ihre Fragen und finden gemeinsam heraus, was wirklich hinter Ihren Beschwerden steckt: